Konduktoren - Helfer zum Erfolg

Was sind Konduktoren?

Pädagogisch-therapeutische Konduktoren befassen sich mit der ganzheitlichen Förderung von Kindern – aber auch Erwachasenen – mit Gehirnschädigungen bzw. mit Schädigungen des Nerven- und Muskelsystems nach der Methode der Konduktiven Förderung. Konduktoren vermitteln motorische Fähigkeiten mit dem Hauptziel, so früh wie möglich Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag des Betroffenen zu entwickeln.

Die Ausbildung der Konduktoren

Die klassische Ausbildung für Konduktoren setzt zunächst ein gutes bis sehr gutes Abitur voraus, dann folgt ein acht-semestriges Studium. Die meisten Diplom-Konduktorinnen und -Konduktoren bei FortSchritt haben ihr Studium am Petö-Institut in Budapest, Ungarn abgeschlossen.

Die Studieninhalte sind multidisziplinär und damit sehr komplex. Die Ausbildung zur Konduktorin oder zum Konduktor schließt Fachgebiete wie Anatomie, Neurophysiologie, Neuropsychologie, Physio- und Ergotherapie, Moto- und Logopädie aber auch Heil-, Vorschul-, Grundschul- und Sozialpädagogik zu einem großen Ganzen zusammen. Bei aller Theorie wird großen Wert auf die Praxis gelegt. Denn das Ziel der konduktiven Arbeit lautet:
Alle Belange des Kindes in einem integrierten Erziehungsprozess fördern.

Die Arbeit der Konduktoren

Bei ihren zahlreichen Praktikas und auch später im Beruf haben die Konduktoren als erstes die eigenständige Aktivität eines jeden Kindes in der Gruppe im Blick. Dann werden die Ziele definiert. Diese sind zwar am Leistungsmaximum des Kindes orientiert, gleichzeitig kann sie die Kinder aber auch erfüllen. Auf Grundlage der emotionalen Sicherheit des Kindes motivieren die Konduktoren die Kinder. Sie führen ihnen immer wieder die erreichten Ziele vor Augen – mögen diese Ziele für den Außenstehenden noch so klein sein. Bei den Kindern stärken sie den Glauben an ihren Erfolg und an ihre eigenen Fähigkeiten und in der Folge das eigene Glück. Liebevolle, stetige und geduldige Zuwendung für jedes Kind sind Charakteristiken der komplexen Konduktiven Förderung und Pädagogik.

Neben den Zielen, Inhalten und Methoden, die die Konduktoren individuell für jedes Kind festlegen, beobachten sie die Entwicklungsverläufe der einzelnen Kinder intensiv und dokumentieren dies. In Gruppengesprächen mit den Kollegen wird die Arbeit weiterentwickelt und der bisherige Verlauf reflektiert und eventuell verbessert.

Zentral für die Konduktoren ist neben der Arbeit mit dem Kind die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und das gegenseitige Vertrauen. Denn zentraler Punkt der Konduktiven Förderung sind nicht die Defizite eines Menschen sondern dessen Lern- und Entwicklungsziele zu sehen. Um diese zu erreichen dienen die Konduktoren als Dirigenten, die Eltern und die Familie dient als Verbund, in dem sich das Kind integriert und ohne Sonderstatus zu größtmöglicher Selbstständigkeit entwickeln kann.

 

Weitere Informationen zum Berufsbild:
Bundesverband der in Deutschland tätigen Konduktorinnen und Konduktoren