Inklusionsfest in Landsberied wächst weiter

Zum zweiten Mal fand im FortSchritt Kinderhaus Grünbergzwerge in Landsberied das Inklusionsfest statt. Von 16 bis 18 Uhr waren Familien, Gäste aus der Gemeinde sowie Vertreter*innen des Trägers eingeladen, gemeinsam zu erleben, was Inklusion im Alltag bedeuten kann: miteinander spielen, voneinander lernen und Vorurteile hinter sich lassen. Auch in diesem Jahr erwartete die Besucher*innen ein vielfältiges Mitmachangebot. Besonders beliebt waren wieder der Rollstuhl-Parcours und der Blinden-Parcours. Hier konnten Kinder und Erwachsene selbst erfahren, wie sich Perspektiven verändern, wenn man sich im Rollstuhl bewegt oder ohne Sehen orientieren muss.

An weiteren Stationen ging es um das Thema Wahrnehmung. An der Station „Sehen“ konnten Besucher*innen Bücher entdecken, Brailleschrift ertasten und spielerisch erleben, wie sich Wahrnehmung verändern kann, wenn man wenig oder nichts sieht. Eine Hörstation mit Gehörschutz ließ außerdem erfahren, wie sich Geräusche und Kommunikation verändern können, wenn das Hören eingeschränkt ist. Ein besonderes Highlight war die symbolische Mülltonne für Vorurteile. Besucher*innen konnten Gedanken oder Vorurteile aufschreiben und sie anschließend bewusst „wegwerfen“ – ein starkes Zeichen dafür, dass echte Begegnung und Offenheit mehr Raum bekommen sollen.

Auch Kreativität und Wohlbefinden kamen nicht zu kurz. Am Basteltisch entstanden kleine Kunstwerke. In der Bücherecke lud eine liebevoll zusammengestellte Auswahl an Kinderbüchern zum Thema Inklusion zum Schmökern ein. Besonders berührend waren die sogenannten „Warme Duschen“: eine Wohlfühlecke mit stärkenden Affirmationen wie „Ich bin schlau“, „Ich bin kreativ“, „Ich bin wertvoll“ und „Ich bin wunderbar“.
Für das leibliche Wohl sorgten die engagierten Eltern mit einem reichhaltigen Buffet und Getränken.
Unter den Gästen war auch wieder Landsberieds BürgermeisterinAndrea Schweitzer, die das Fest besuchte und den Austausch mit Familien und dem Team suchte.

„Unser Inklusionsfest zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll Begegnung ist. Wenn Kinder mit und ohne Behinderung selbstverständlich miteinander spielen, entstehen Verständnis, Freundschaft und Gemeinschaft ganz von selbst.“, betont Tatijana von Quadt, Geschäftsführerin von FortSchritt Bayern gemeinnützige GmbH.

Hinter der Organisation des Inklusionsfestes steht das engagierte Team der Grünbergzwerge in Landsberied mit Kinderhausleitung Bálint Száva, stellvertretender Kinderhausleitung Petra Kaiser und hausinterner Heilpädagogin Sandra Malow.

Der große Zuspruch der Besucher*innen zeigt, wie wichtig solche Begegnungen sind, deshalb soll das Inklusionsfest auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.