Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Teilhabe ist kein Selbstläufer, auch wenn Inklusion ein Menschenrecht ist. Am 5. Mai fand der Aktionstag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In ganz Europa wurde zu einem Protesttag aufgerufen. Gerade momentan, bereitet die politische Situation vielen Menschen Sorgen, besonders angesichts der Diskussionen über mögliche Kürzungen bei der Eingliederungshilfe durch die Bundesregierung.

Inklusion bedeutet mehr als Barrierefreiheit. Sie bedeutet das Recht auf Bildung, Arbeit, Wohnen, Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen. Dieses Recht ist in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert und darf nicht von Sparmaßnahmen abhängig gemacht werden. Zusätzlich wären die Kürzungen auch ein Verstoß gegen das Grundgesetz (Artikel 3 Absatz 3).  Die Sorge ist groß, dass Einsparungen zu weniger Unterstützung im Alltag führen könnten und somit eine direkte Auswirkung auf die Selbstbestimmung und die Lebensqualität von Betroffenen hätte.

Inklusion ist kein Luxus. Der Aktionstag am 5. Mai macht deshalb deutlich: Menschen mit Behinderung brauchen nicht weniger, sondern mehr Unterstützung, Sichtbarkeit und politische Verlässlichkeit. Eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht von allein. Wir müssen sie aktiv gestalten.

Hier geht es zur Petition 195716 „ Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“. Jede Unterschrift zählt.

Petitionen: Petition 195716