Urteil: Petö-Therapie für Erwachsene

Die Mutter eines Erwachsenen mit frühkindlicher Hirnschädigung ließ nicht locker. Obwohl ihrem Sohn die Konduktive Förderung sichtlich gut tat, der behandelnde Neurologe und Psychologe die Förderung empfohlen hatten, wollte die Krankenkasse die Kosten der Förderung nicht übernehmen. Die Konduktive Förderung sei nicht als Eingliederungshilfe in die soziale Gemeinschaft anzusehen, lautete die Begründung.

Doch weder die Mutter als Betreuerin noch die Konduktoren und behandelnden Ärzte ließen locker, denn sie hatten die Fortschritte des Mannes täglich vor Augen, die er seiner körperlichen und geistig Behinderung angemessen erzielen konnte. Das sah auch das Sozialgericht schließlich so. Obwohl die Konduktive Förderung ursprünglich für Kinder entwickelt wurde, ermögliche sie im Einzelfall auch Erwachsenen eine bessere Teilhabe am Leben der Gemeinschaft. Den langen Kampf um die Kostenübernahme lesen Sie hier.